Ein Prozess statt zwei Projekte: Was wir vom GWÖ Summit mitgenommen haben 

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October 24, 2026

Am 1. Oktober stand die Lokhalle in Freiburg im Zeichen der Gemeinwohl-Ökonomie: Beim zweiten ECOnGOOD Summit Baden-Württemberg kamen unter dem Motto „Gemeinsam Wirkung zeigen“ Unternehmen, Initiativen und engagierte Menschen zusammen. Wir waren mittendrin –mit einem Workshop, der uns selbst ein Stück weit den Spiegelvorgehalten hat. 

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Unser Workshop: GWÖ-Rebilanz und Organisationsentwicklung (OE) als ein Prozess 

Gemeinsam mit Thomas Zimmermann (swapwork), unserem Organisationsentwickler, und Tim Weinert (nowwork), unserem GWÖ-Berater, haben wir gezeigt, wie wir bei naturenergie sharing zwei Dinge zusammen denken, die sonst meist nacheinander laufen: die Weiterentwicklung unserer Organisation und die Bilanzierung nach der Gemeinwohl-Ökonomie. 

Der Ablauf in Kürze: Eine gemeinsame Gap-Analyse macht sichtbar, was sich seit der letzten GWÖ-Bilanz von Stadtmobil Südbaden verändert hat – im Unternehmen und in der GWÖ-Matrix. Daraus entwickeln wir Szenarien für unsere künftige Struktur. Maßnahmen, die wir ohnehin brauchen, fließen direkt in die Matrixfelder ein. Eine Klausur mit den Mitarbeitenden macht die Ziele am Ende verbindlich. Statt zwei getrennter Projekte mit doppeltem Aufwand entsteht ein Prozess, indem sich beides gegenseitig stärkt.

Das Format war bewusst kein Podium: unsere Mitarbeitende Johanna gab als erstes Einblicke dazu, wie der Prozess aus Unternehmensperspektive läuft, Thomas erklärte ausführlicher das Konzept und Tim moderierte und streute die GWÖ-Perspektive ein und öffnete dann für Fragen aus dem Raum.

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Was bei den Teilnehmenden ankam 

Besonders gefreut hat uns die Resonanz: Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt davon, wie gut sich GWÖ und Organisationsentwicklung in unserem Prozess verzahnen lassen. Viele Fragen drehten sich darum,wie sich so etwas bei knapper Kapazität umsetzen lässt – und was man dafür zuerst braucht. 

Eine Frage kam wiederholt auf: Wo hat der Gemeinwohlberichts-Prozess Einfluss auf den OE-Prozess? Ändert die GWÖ etwas wie sich das Unternehmen weiterentwickelt? Unsere Antwort, kurzgefasst: Ja, das ändert einiges. Am Anfang des OE-Prozesses braucht es die richtigen Fragen für die Diagnose, die GWÖ-Berichtsvorlage brachte z.B. die Themen Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung konkret mit ein. Später geht es dann um „Designkriterien“ für die neu zu gestaltende Organisationsstruktur, hier fanden wir Anregungen in der GWÖ-Matrix,u.a. Ressourceneffizienz. Nach Abschluss des OE-Prozesses steht für uns die Frage an: War das wirksam? Sind wir unseren Zielen näher? Genau das kann uns der nächste Gemeinwohlbericht hoffentlich beantworten. 

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Stimmen aus dem Workshop 

Johanna Dodillet, naturenergie sharing: "Die GWÖ-Bilanzierung ist durchaus aufwendig. Aber dadurch, dass wir sie mit unserer Organisationsentwicklung verbinden, hält sich der zusätzliche Aufwand in Grenzen – und wir können gleichzeitig vielmehr bewegen. Dass das bei den Teilnehmenden so gut ankam, freut uns."Dass das bei den Teilnehmenden so gut ankam, freut uns sehr.“

Tim Weinert, nowwork: „Die GWÖ entfaltet ihre Kraft dort, wo sie nicht als Bericht im Regal endet, sondern als Steuerungsinstrument genutzt wird. Bei naturenergie sharing erleben wir gerade, wie das gelingen kann.“  

Thomas Zimmermann, swapwork: „Früher wäre so ein Doppelprozess ein unrealistischer Kapazitäts-Fresser gewesen. Dank guten Tools, verteilten Expertenrollen und Arbeitserleichterung durch KI ist es heute realistischer und wir können in den Unternehmen fundierte Ergebnisse in kurzer Zeit erreichen.“ 

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Und wie geht es weiter? 

Der Prozess läuft noch: Aktuell arbeiten wir an den Szenarien für unsere künftige Struktur. Ende November steht die Klausur und Strukturentscheidung mit dem Team an, im Dezember soll der neue GWÖ-Bericht ins Audit gehen.Wir halten euch auf dem Laufenden – und berichten, was sich in der Praxis bewährt hat und was nicht. 

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Das Wawi-Programm: Organisationsentwicklung für Gemeinwohl-Unternehmen 

Unsere Organisationsentwicklung läuft im Rahmen des Wawi-Programms („Wandelwirksam gestalten“) von swapwork, einem geförderten Programmspeziell für Organisationsentwicklung in gemeinwohlorientierten Unternehmen (Bundesförderprorgamm „nachhaltig wirken“). Wer sich fragt, ob so etwas auch für die eigene Organisation passt: Mehr Informationen gibt es hier: www.swapwork.de/wawi-programm. 

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Danke! 

Danke an das Team von GWÖ Baden-Württemberg für die Organisation, an WEtell und silberzebra als Gastgeber in der Lokhalle und an alle, die in unserem Workshop mitgedacht und mitdiskutiert haben.

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